Archive for the ‘Life’ Category

GarchingCon 2018

Posted by Björn on 16th Juni 2018 in Allgemein, Life

Relativ spät reiche ich noch mein GarchingCon 2018 Erlebnis nach. Generell wird das Wort „interessant“ hier im Artikel inflationär gebraucht, aber es soll trotzdem nicht seine Bedeutung verlieren. ;-)

Was anderen das Grillfest, ist mir der Convention-Besuch für Perry Rhodan. Relativ spontan habe ich mich dann doch für den in München stattfindenden GarchingCon entschieden und bin mit Bus schon am Donnerstag abend angereist. Dort nistete ich mich in ein nahegelegenes AirBnB-Zimmer ein und wartete lesend auf den Freitag.

Nach einer Nacht war der Freitag nicht ganz so plötzlich wie gedacht da und ich vertrieb mir bis spät nachmittags die Zeit, indem ich im Park Perry las. Um ca 18.00 Uhr war ich vor Ort, um nicht die ersten Punkte zu verpassen. Der ConOpener, der die ersten Szenen von Olymp zeigt, war gewohnte Qualität von Raimund Peter. Danach gab es eine überaus interessante These von Michael Pfrommer, der einen Pakt zwischen den MdI und der Zeitpolizei erläutert, warum sie stillschweigend sich gegenseitig nicht an die Gurgel gegangen sind, und hebten die mystischen Gräben von damals auf eine neue bedeutendere Stufe. Danach hielt es mich nicht mehr auf meinen vier Buchstaben und ich suchte die anderen Räume auf, um mich etwas umzugucken. Es gab ein SF-Antiquariat, einen Kaffeeklatsch-Raum und einen Kleinverlag-Raum, in dem auch Robert Corvus seine Bücher ausstellte. Dort lummerte ich mich ein wenig rum, bis ich erst kurz vor 20.00 Uhr mich darauf besann, wieder in den großen Saal zu gehen, wo die Hauptpunkte der Convention gehalten werden. Ich wollte den Anekdoten von Arndt Ellmer, Hubert Haensel und Uwe Anton lauschen. Im Anschluss gab es die Latenight-Show mit Leo Lukas und Olaf Brill, in der ich teilweise hochkonzentriert den dialektbetontem Gespräch folgte und ich mich durchaus oft fragte, ob ich etwas richtig verstanden habe. Zwischendurch gab es auch ein Wiedersehen mit Martin und Volker von der BrühlCon, und wir tauschten uns etwas aus.

Der Samstag begann sehr früh für mich und ich verfolgte nochmal den ConOpener, und danach die Diskussionsrunde um die PR-Miniserie Olymp. Das Interview mit Sabine Kropp und Klaus Bollhöfener aus der PR Redaktion war für mich auch sehr interessant. Unter anderem wird das 40 Jahre Silberbände Jubiläum mit „Ordoban“ gefeiert, die PR-Taschenbücher werden doch noch digitalisiert fortgeführt (YAY!) und der Kurs 3000, wo natürlich der Ball relativ flach gehalten wird, wird ein wenig angerissen. Auch soll die vierte PR-Chronologie noch dieses Jahr erscheinen, wobei der Herbsttermin als „sportlich“ genannt wurde. Danach – es war etwa 11.30 Uhr – ging ich schnell essen, denn Martin, Volker, Christian und ich durften in der offiziellen Mittagspause der Con den Kaffeeklatsch Raum für ein Video nutzen. Im Anschluss gab es direkt einen Punkt auf den ich mich schon gefreut habe: Die Kaffeeklatsch-Runde mit Swen Papenbrock. Überaus interessant und ich finde ihn sehr sympathisch. Natürlich durfte ich auch nicht die Runde mit Stefanie Jahnke aka Michelle Stern verpassen, welche die Leserkontaktseite betreut. Danach hatte ich etwas Zeit und Leute mit viel Büchern gaben mir ein paar davon gegen Geld ab. Ein paar Minuten verspätet ging ich in die Risszeichner-Runde, wo sie über – tja – Risszeichnungen und deren Arbeit plauderten. Danach waren Arndt Drechsler und Swen Papenbrock mit der Entstehung eines Titelbildes dran. Ich kann nicht oft genug betonen, dass ich das sehr interessant finde. Nach einer kleinen Pause ging ich dann rechtzeitig in die Fragestunde zur PERRY RHODAN-Erstauflage. Ich vertrat mir danach wieder ein wenig die Beine und guckte mir dann das 2aliens-Video von Thomas Zeug an, was ich sehr lustig fand. Als letztes gab es dann das Quiz-Panel mit Uschi Zietsch, Marc A. Herren, Leo Lukas, Dennis Mathiak und Rüdiger Schäfer als Moderator. Sehr unterhaltsam, bspw wurde das Wort „Verzückungsstarre“ öfters improvisiert eingebaut, was zu lustigen Antworten führte. Dieser Programmpunkt darf ruhig öfters auf Cons eingebaut werden. :-) Nach diesem Marathon an Eindrücken für diesen Tag fiel ich dann abends relativ schnell ins Bett.

Der Sonntag war entsprechend kurz: mit ein bisschen Verspätung konnte ich kurz nach 10.00 Uhr noch Wim Vandemaan über Comics reden sehen. Also Perry im Bild, MAD und Fix & Foxi. Gute Unterhaltung und durchaus interessant. Um 11:00 Uhr besuchte ich die Kaffeeklatsch-Runde mit Arndt Drechsler, einem weiteren Titelbildzeichner für Perry Rhodan. Daher kam ich auch relativ spät zur Versteigerung im „Kosmischen Basar“, aber da ich kein Geld mehr hatte, was ich für Perry-Bücher ausgegeben habe, saß ich nur da und ging mit meinem Restgeld noch etwas Essen. Um 13.00 Uhr begann dann die Fragerunde mit Wim Vandemaan, die Roman Schleifer und Stefan Friedrich moderierten. Fragen konnte man nur durch Zettel einreichen, aber die Antworten, Vorstellungen und Visionen fand ich dann durchaus interessant – ja da ist wieder das Wort. Susan Schwartz berichtete im Anschluss über Freud und Leid bei der Konzipierung der Olymp-Miniserie, die Roman Schleifer moderierte. Als letztes fragte er, wenn es eine neue Miniserie gäben würde, sollte es in der EA-Vergangenheit oder -Gegenwart spielen? Der Großteil des Publikums entschied sich für Vergangenheit und falls du das liest, Roman…. Konzil! Konzil! Konzil! (Nachtrag: Ich mein Konzil der Sieben aus dem Aphilie-Zyklus) Im Anschluss gab es noch ein „Making of“ von 2Aliens von Thomas Zeug, wie immer: interessant! – und Robert Vogel präsentierte uns danach ein Potpourri aus 40-Jahre-Kampfstern-Galactica. Und das war es fast schon, die letzten (Dankes-)Worte wurden von der Organisation gesprochen und wir wurden wieder in die Freiheit entlassen.

Ich nahm noch am gleichen Abend den Nachtbus zurück Richtung Köln und kam um 6 Uhr morgens erschöpft an.

Ein überaus interessantes Wochenende und ich hab mich kaum wohler gefühlt. Das Programm und die Organisation der GarchingCon war super und ich freue mich auf das Jahr 2020 – ich kenne das Brauhaus in Garching nicht, aber Trudering fand ich schon sehr, sehr schön! Wenn da das Brauhaus tatsächlich „besser“ wäre, kann das ja eigentlich nur getoppt werden, oder? Ich danke auf jeden Fall dem Ernst-Ellert-Stammtisch für diesse grandiose Convention und allen Autoren, Titelbildzeichnern, Risszeichnern, der Redaktion von VPM, und wen ich noch so vergessen habe, dass sie anwesend waren! Ansonsten, der ColoniaCon ist ja auch „nur“ noch 2 Monate entfernt.

1000 Tage Perry Rhodan

Posted by Björn on 29th Mai 2018 in Allgemein, Buch, Life

Tja, ich lese jetzt seit exakt 1000 Tagen Perry Rhodan. Und der Zwischenstand – so finde ich jedenfalls – ist durchaus erfreulich:

521 alte Klassikromane

84 Heftromane aus der aktuellen Handlung (2875 bis 2959, ich hinke etwas hinterher)

13 Planetenromane (Stoff zum Nachlesen hab ich^^)

Ich bin ein Blockleser, manchmal lese ich nur ein Heft je Woche (selten keins, manchmal mehr) aber an Wochenenden lese ich dann meist an einem der zwei Tage drei bis vier Romane aus dem Perryversum. Solche Lümmeltage sind mir die liebsten. Mit der aktuellen Zusammenfassung habe ich trotzdem durchschnittlich etwa alle zwei Tage ein Raketenheftchen gelesen, was ich persönlich für einen relativ guten Wert halte. Ich zocke ja durchaus gern – zuletzt das neue God of War – oder besuche Freunde, und gehe mit ihnen ins Kino – zuletzt Deadpool 2, ein Doublefeature mit dem ersten Film. Aber über 2000 Stunden Lesen an einer Sache, das braucht schon eine gewisse Hingabe. Wenn ich so über meine Steam-Bibliothek gucke gibt es so zwei, drei Spiele, die >400 Stunden haben. Das wäre u.a. Path of Exile. Aber 2000 Stunden, das ist selbst für mich eine große Hausnummer. Ein Spiel wie Skyrim hat bei mir knapp 280 Stunden.

Aber jetzt noch ein bisschen Statistik:

Straffe ich diese 1000 Tage nur auf die Perry-Lese-Zeit, und gehe von durchschnittlich knapp ungefähr 200 Minuten Lesezeit je Roman aus, sind das 123.600 Minuten oder 2060 Stunden, die ich nur für das Lesen von Perry Rhodan aufgebracht habe. Nur so als Relation: 1000 Tage, das sind auch insgesamt 24.000 Stunden – damit habe ich aufgerundet knapp 8,6% der gesamten Zeit nur Perry gelesen. (Und ich habe nicht meine Lesezeit mit anderen Büchern kombiniert)

Fandom, die Rechnung bitte!

Posted by Björn on 10th Oktober 2017 in Allgemein, Life

Es mag manchmal offensichtlich sein, aber unter Umständen (oder grundsätzlich) auch nicht: das Fandom.

Ich mach keinen Hehl draus, dass ich Perry Rhodan Fan bin. Ich lese und schreibe darüber – gehe auf Stammtische hier in NRW und treffe Leute, unterhalte mich mit ihnen über das Thema Perry Rhodan und das sonstige Perryversum. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und schreibe hier: Ja, in der nächsten SOL (das größte, deutsche Perry-Rhodan-Fanmagazin!) wird auch etwas von mir abgedruckt – aber ich schweige hier solang die Redaktion keine Informationen über Ausgabe 88 rausgibt.

Ein wenig „Vereinsleben“ gehört doch zu jedem irgendwie ernst gemeinten Hobby. Kollektives „Abnerden“ – also in einem Thema in Details gehen, die uninteressierte Laien für eine Wissenschaft in sich halten – ist doch keine Seltenheit. Seien es nun technische Errungenschaften in Perry Rhodan oder die Rätsel, die uns die Autoren in den Heften präsentieren. Es mag interessant sein, aber spätestens wenn man sich im Kreis dreht wird es – zumindest für mich – langweilig. Ich habe ja die ersten 14 % von Perry Rhodan schon gelesen (und ich schlage mich wacker durch die weiteren Hefte der Klassik-Serie). Aber es bedarf halt seine Zeit sich durch den Berg an Schinken zu wühlen, der sich in den letzten 56 Jahren aufgetürmt hat. Zumal ich nebenbei ja auch noch andere Bücher lese, und auch noch andere Hobbies und Interessen habe – ganz zu schweigen von meinen Freunden, die ich hier auch noch erwähnt wissen will.

Und es gibt noch die Art von Hobby, welches eigentlich eine Erklärung braucht: Fandom. Oder wie ich es auch gern nenne: Faible. Weil es besser ausdrückt, was Fandom eigentlich ist. Aber andere Menschen glauben, man muss dieses Faible irgendwie rechtfertigen. Weil einem ansonsten Spott und Häme entgegenschlägt – oder Unverständnis. Weil andere Menschen sich dann plötzlich als „bessere Person“ betrachten, weil sie sich nicht „solchem Unsinn“ hingeben und „Geldverschwendung“ murmeln. Sei es irgendetwas zum Sammeln (Puppen, Engel, Paninibildchen, Ü-Eier …) oder „seltsame“ Hobbies pflegen (Murmeln, Hirschrufen, Schneckenwettrennen …), die auf den ersten Blick nicht spannend sind.

Viele Menschen nennen alltägliche Hobbies ihr eigen: Sei es Fußball, Kochen, Reisen, Wandern, Camping, Grillen oder künstlerische Hobbies wie Malen, Musizieren oder Basteln. Darüber kann man sich gut drüber unterhalten auch wenn man das Hobby nicht teilt. Aber muss dagegen ein Faible verfemt sein? Nur weil jemand denkt, dass es nicht passt? Oder es sei unangebracht? Zur Person, zum Charakter? Als Mann, als Frau? Zur GesellschaftUnwürdig als Erwachsener??? Denkt mal drüber nach.

Aber Menschen machen es immer irgendwie persönlich. Weil es seltsam ist. Weil sich ihre Gedanken darum drehen, wie Mensch X und Thema Y zusammen passt. Weil es (für ebenjene) lustig ist. Weil es nicht in ihr Weltbild passt. Weil… es von ihnen selbst ablenkt? Weil vielleicht erkannt wird, wie unspannend und langweilig das eigene Leben ist? Partner, Hund und Kind füllen das eigene Leben aus? Vielleicht hat man ja Zeit zum Lesen oder Musizieren? Aber Wandern wär doch auch mal wieder schön! Ok, was brauch ich alles…. Babysitter, Telefon für die Erreichbarkeit beim Notfall, dann kram ich mal meine Wanderschuhe raus… und da ist sie – die vielleicht „normale“ aber doch etwas triste Realität. Sie lässt nicht los, macht aber Spaß. Ja. Es sind Standard-Hobbies und Standard-Probleme: Wie viel nehm ich mit? Wasser oder Apfelschorle? Welche Snacks? Und so weiter…! Standard-Routen, Standard-Fotos, Standard-Sonnenuntergänge…

Es gibt Menschen, die wollen „zwanghaft erwachsen“ sein und solche die dieses „erwachsen sein“ gelernt haben. Sie definieren für sich, bestimmte Sachen dürfen sie nicht mehr für gut befinden, weil sie erwachsen sind. Sagte schon Papa. Oder sie sagen sich, dass es gut ist, alte Sachen – Ballast – aus dem Leben zu werfen. Sagte schon Mama. Und kümmern sich im folgenden nicht mehr um ihren persönlichen Spaß. Das wird dann im besten Fall kopfschüttelnd ignoriert, weil sie ja Besseres zu tun haben. Das Kind geht vor. Der Hund geht vor. Ja, der treue Vierbeiner, um den man sich kümmern muss, weil – man hat ja keinen Garten… (naja, je nachdem wie viel Geld man hat, right?)

Einen Faible zu haben, oder wie es andere eher ausdrücken: einem Fandom angehören -, heißt ja nicht, dass es das Leben bestimmen muss. Es ist die Farbe des Lebens. Der Farbtopf um den Honig im Herzen einzufärben – und die Menschen, welche einen Schlüssel zum Herzen besitzen, sorgen dafür, dass der Honig immer süß bleibt und reichlich vorhanden ist! Wie Bienchen schwirren sie hin und her, bringen die Sorgen weg und dafür Nektar zurück. Dass der Honig dann wie ein Regenbogen ausschaut, müssen die ja nicht wissen, oder?

Aber wehe, man macht mal die Tür dahinter zu weit auf, dann wird die Rechnung präsentiert von: der Gesellschaft, wie sie in ihrer zwanghaften Art die Assimilierung fordern. Wie Varroa-Milben nesten sie sich ein und dann wird im Gruppenzwang lustig gemacht, was für lustig gehalten wird. Oder beschimpft, was für obszön gehalten wird. Oder beklascht, was für interessant gehalten wird. Oder polarisiert, was für „das Beste“ gehalten wird. Oder hinter dem Rücken geplauscht, was für ein „langweiliges“ oder „kindisches“ Hobby oder Fandom das doch sei.

Das ist die Krankheit, die uns Menschen befällt – was für die Bienen die Varroa-Milbe ist, das ist für die Menschen der Gesellschaftsdruck. „Was sollen denn die Leute denken?“ – das Totschlag-Argument schlechthin. Eine eingebildete Krankheit, die einem schon als Kind indoktriniert wurde. Sich der Ansicht der Gesellschaft beugen, damit man ein gutes Leben leben kann. Frei von Kritik. Frei von allem Verrückten! Bloß nicht anders sein! Wir sehen es ja schon, wie ich es oben beschrieben habe: Menschen können verletztend sein, wenn sie auf etwas treffen, was nicht ihrem indoktrinierten Denken entspricht.

In den 70er Jahren war das „Perry Rhodan“, ein Skandalheft, welches die Kinder gefährdet. Aber es ist mittlerweile harmlos. Nichts „Outing-würdiges“. Oder DSA (Das Schwarze Auge) in den 80er Jahren, das die Psyche der Heranwachsenden in Gefahr bringt. Hahaha, ich lache. Beides ist mittlerweile etabliert. Eigentlich regt sich niemand mehr darüber auf. Und selbst der „satanistische Einfluss“ aus Michael Ende’s Büchern wird nicht mehr thematisiert…

Das Fandom – so stelle ich fest – wird also irgendwann „erwachsen“. Ob ich nun weitere 10 oder 20 Jahre warten muss, bis „MyLittlePony“ akzeptiert wird, ist mir an der Stelle egal. Währenddessen habe ich tolle Musik (die andere verpassen) und Spaß auf den Brony-Stammtischen NRWs.

Bunte Farben, kosmische Musik und was Perry Rhodan damit zu tun hat

Posted by Björn on 6th Juli 2017 in Allgemein, Buch, Life, Music

Tja, mal wieder ein Monat vergangen. Wird mal wieder Zeit für ein kleines Update.

Man muss nicht jung oder alt sein, um ein tolles Lebensmotto zu finden. Die Soprassiden aus Perry Rhodan haben mich ein wenig darauf gebracht. Sie haben eine Art Leitspruch für ihr Leben, und ich denke meiner wäre folgender:

„Um der Welt Farbe zu geben, mach sie bunt.“

Keine Ahnung, ob das wer vor mir gesagt hat – ich finde zumindest nichts bei Google -, aber ich finde den Spruch toll. Es ist eigentlich genau das, was ich mir unter meinem Leben vorstelle. Wenn es mir manchmal Grau in Grau vorkommt, dann muss ich mich selbst darum kümmern, meine Umgebung farbiger zu gestalten. „Business Anzüge“ sind mir daher schon immer ein Gräuel gewesen – ich mag sie nicht, weil sie nicht zu mir passen. Nicht modisch sondern von innen heraus. Sie sind nicht lebensbejahend und motivierend. Sie sind die pure Kälte des Alltags; wer sie trägt versteckt sich hinter der Kulisse des Geschäfts, der Verbindlichkeit; der „Seriösität“ – wie viele oft sagen. Andersartigkeit wird entweder mit einem maliziösen Lächeln begutachtet und für „infantil“ oder anderen schmählichen Diminuativen der Lächerlichkeit vorgeworfen oder – auch das habe ich zuletzt vor drei Wochen erlebt! – ein wenig Neid, weil sie glauben sie dürfen das nicht im Geschäftsleben tragen.

Inspiration und Kraft finden; eine Art Lebensquell aus der man wieder etwas Lebensfreude schöpfen kann, das ist für mich wichtig. Und ein tolles buntes T-Shirt mit Motiven aus Musik, Film oder Hobbies gehört einfach für mich zum Leben dazu. Das Leben wird schön farbig – es wird spannender. Ich gebe etwas über mich bekannt. Es gibt die Gelegenheit für ehrliches Interesse, anstelle eines aufgesetztem Smalltalks mit jemanden, der einen „Business Anzug“ trägt.

Ein „Ich mag das T-Shirt“ ist ein tolles Kompliment von einem Fremden. Es zeigt, dass man Farbe in das Leben anderer „trägt“ – jemanden ein Lächeln und ein bisschen Freude geschenkt hat. Das sind so die Kleinigkeiten des Lebens, die kaum beachtet werden, aber trotzdem eine große Wirkung haben. Ich verändere meine Umwelt. Und sei es, jemanden „nur“ Farbe ins Leben gebracht zu haben. Das ist ein wesentlicher Faktor für mich.

Genau wie so manches Lied das Herz öffnet und wieder etwas Lebenskraft einströmt. Das ist bei mir derzeit „Shooting Stars“ von den Bag Raiders, einer australischen Band, die 2009 diesen Hit gelandet haben, aber eher durch ein Internet Meme im Februar 2017 international bekannt wurde. Aber auch die Musik von Daniel Ingram hat bei mir einen besonderen Platz im Leben.

Auch Perry Rhodan hat das gewisse Etwas – etwas „Gutes“ ins Leben zu lassen spricht zwar jetzt nicht zwingend über den Flair der Serie, aber es erzählt immer davon, die Schwierigkeiten zu meistern und zu überwinden. Sicher, in der Vergangenheit gab es durchaus einige „depressive Phasen“ – bestes Beispiel die Verdummung im Schwarm-Zyklus (1971 bis 1973) – aber die mittlerweile (fast) 57 Jahre Arbeit, die in der Serie stecken, sind halt nicht wegzudenken und spiegeln dementsprechend den Zeitgeist der damaligen Jahre. Aber es bleibt eine Utopie, egal ob nun ein atopischer Richter oder eine Superintelligenz sich den Terranern in den Weg stellt. Es erzählt nicht nur, wie die Menschheit in der Zukunft leben kann, es erzählt auch über die Einzelschicksale – wie sie beeinflusst worden sind bei etwas Großem mizuwirken. Sei es nun aktuell Shuuli, die Thoogondu aus den Bänden 2911 und 2914, die quasi im letzten Moment Erkenntnis erlangte und sich auf ihr Talent besinnte oder der junge Yeto Carell aus den Bänden 2906 und 2907, der beinah an seiner Krankheit verzweifelte, weil die an Supermedizin reichende Technik nicht helfen konnte.

Das sind so die Momente, die Perry Rhodan ausmachen. Nicht zwingend der kosmische Überbau, sondern der tägliche Kampf um Glückseligkeit und Tod, Erkenntnis und Veränderung, Einsicht und Erneuerung – wohlgemerkt alles Wörter, die zueinander antonym als auch synonym sind! Perry Rhodan ist Veränderung. Es lebt vor; und der Geist im Buch bleibt so frisch erhalten. Es ist immer wieder eine Geschichte über Menschen oder Aliens, die nach Erkenntnis suchen. Ein wiederkehrendes Element, eine persönliche Anekdote, welche den ansonsten kosmischen Erzählstrang begleiten.

Perry Rhodan Update und Terminus

Posted by Björn on 25th April 2017 in Allgemein, Buch, Life

Der April liegt in den letzten Zügen, während der Winter noch hier und da in Deutschland seinen fröstelnden Hauch verbreitet – und schon gewechselte Sommerreifen über frühmorgendliches Eis rutschen. Während ich in dieser Schreckensidylle frühmorgens um 7.00 Uhr in Deutschland zumeist noch im Bett liege und dem Schlaf fröne (mein Wecker schlägt erst um 7.20 Uhr Alarm) sind schon tausende Brötchenverdiener auf der Arbeit – und viele weitere tausend auf dem Weg dahin. Dem Ort, wo man am wenigsten Perry Rhodan erwartet. Denn wer Lesen will, so das Cliché, macht das in der Bahn, abends im Bett oder beim Faulenzen irgendwo in der Sonne. Gestern schon begonnen, aber auch auf der Arbeit in der Pausenzeit weiterlesend, ist das Heft 325 „Das Zeitexperiment der Verbannten“ von Perry Rhodan nun das aktuelle Heft, in dem die Haluter Icho Tolot und Fancan Teik das von der Zeitpolizei verdammte Experiment der Gurrads untersuchen.

Doch halt! Terminieren wir kurz meine Gedanken zur Erstauflage und lest nun weiter, warum meine Gedanken einen Terminus Exitus vollführten:

Was für eine Überleitung, aber ich fand’s lustig. Egal, weiter zu Perry Rhodan Terminus, der neuen Miniserie. Ich hatte das Heft zwar schon am 19. April, aber nach einer Stippvisite im Forum habe ich mir kurzerhand Heft 400 aus meiner Sammlung herausgeholt und gelesen. Zwar ging in meinem Kopf der „Spoileralarm“ los und durch meine Ohren klingelte die Warnung, dass ich Sachen lesen werde, die ich in den nächsten Monaten sowieso erfahre, aber ich wollte es unbedingt vorher lesen. So vorbereitet begann ich das Heft letzten Samstag und ich wurde wie üblich in mein Kopfkino hineingeworfen. Es beginnt mit Perry Rhodan im Jahr der Hanse 1523, welcher von Archäologen zu einem Planetoiden im Kuiper-Gürtel gerufen wird, wo „Obelisken, die keinen Schatten werfen“ entdeckt wurden – also toten Cynos. Perry Rhodan schreckt eine Erkenntnis, die wir im ersten Heft noch nicht erfahren. Zurück in die Vergangenheit – genauer: im Jahr des Herrn 3430, 30.Oktober. Zwei Geheimagenten des Außengeheimdienstes vom Imperium Dabrifa – Darren Zitarra und Juki Leann – erleben wortwörtlich hautnah den Aufbau des Antitemporale-Gezeitenfeldes (ATG-Feld), was das Solsystem permanent um fünf Minuten in die Zukunft versetzt. Das hatte für die Spione Nebenwirkungen. Darren und Juki werden nun ohne ihr Zutun durch die Zeit geschleudert und die Terraner  versuchen nicht nur herauszufinden, was die Spitzel durch die Zeit „mitgebracht“ haben, sondern auch, wie sie den Zeitagenten Einhalt gebieten können…

Soviel zu meiner Darstellung, andere wie Micha oder Martin schreiben da ein wenig ausführlicher, aber ich bin der Meinung: Wenig Spoiler -> mehr Lesevergnügen. Wer da ein wenig vorbehaltloser ist und Interesse an anderen Meinungen hat, darf durchaus den Links folgen. Aber nun zu den abschließenden Worten und meiner Meinung:

Uwe Anton hat einen großartigen Einstiegsroman verfasst, der mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere, ein übereifriger Zelot und eine selbstzweifelnde Diplomaten-Tochter, wurden meiner Meinung nach überzeugend Leben eingehaucht. Manche böse Stimmen behaupten im Forum über die Dame, sie falle zu oft in Ohnmacht, aber ich sage dazu nur, die Dabrifaner sind auch nur Menschen. Mir gefielen am Roman die technischen Beschreibungen, die ich ein wenig in der aktuellen EA vermisse. Ich fand es nur seltsam, dass der ansonsten mondlose Pluto im Perryversum plötzlich Monde hatte. (Sorry, solche Kleinigkeiten fallen mir sofort auf, insbesondere weil ich ja gerade die EA aufhole und mein Gedächtnis diesbezüglich recht „frisch“ ist. Aber den Mitforisten ist nicht nur das aufgefallen.) Unabhängig dessen war es ein spannender Roman mit den Sympathieträgern von anno dazumal; für mich ist es zwar der erste Roman mit dem Gefühlsmechaniker Galbraith Deighton gewesen (und der zweite mit Alaska Saedelaere), die beide erst im Cappin-Zyklus ab Band 400 auftauchen, aber es ist für mich ein Grund mehr, schneller in der EA weiterzulesen – denn mir hat gefallen, was ich las. Meine dopaminerge Erregungsleitung wurde manipuliert, der synaptische Spalt für Dopaminaufnahme ist verändert, meine Ekstase steigt, die Neugier will befriedigt werden…. Die Heftnummer 399 muss erreicht werden – und zwar schnell!

Und so werde ich auch weiterhin Perry Rhodan mit zur Arbeit nehmen und in allen möglichen freien Minuten weiterlesen.

Buchgelaber und Perry Rhodan

Posted by Björn on 28th Februar 2017 in Buch, Games, Life

Der März steht ganz im Licht der Mathematik, denn nach meinem SUB im Büchertreff-Forum, kommt nun das Buch „Homers letzter Satz: Die Simpsons und die Mathematik“ von Simon Singh dran. Aber zuerst muss ich noch mein Februar-Buch „Trywwidt – Die Kaiserin der ewigen Nacht“ von Klara Bellis zu Ende lesen. Das werde ich nämlich auch heute nicht zu Ende lesen, dem letzten Tag des Februars. Bei 729 (digitalen) Seiten bin ich gerade mal bei Seite 586. Nicht mehr sooo viel, aber ich habe Perry Rhodan aufholen müssen, da ich in den letzten Wochen „Tales of Berseria“ auf meiner PS4 gesüchtelt habe.

Mein aktuelles Spiel ist „Horizon Zero Dawn“, was auch recht gut ist, aber nicht so mitreißend wie das JRPG. Es hat gute Konzepte, die klasse umgesetzt sind, und das Spiel sieht fantastisch aus und ist technisch fast absolut rund. Die geringe Ladezeite empfinde ich als hervorhebenswert – selbst Bloodborne in der aktuellen Version lädt länger, insbesonders im Spiel bei einem Tod. Die Decima Engine hat in der Hinsicht gute Caching-Mechanismen. Im Spiel selbst habe ich nur einen kleineren Kamera-Fehler in den Dialogen bemerkt. Zumindest bislang, bin noch nicht sooo weit in der Geschichte.

Letztes Wochenende habe ich über Karneval endlich ein wenig Perry Rhodan nachholen können, so dass ich nun wieder in meinem Jahresplan bin. Aktuell ist bei mir Band 310 im Classic-Bereich und Band 2897 muss ich noch lesen.

Ansonsten, Backen! Ganz viel Backen! Ich muss für eine spezielle Premiere üben, die am 22. April 2017 ausgestrahlt wird.