Posts Tagged ‘geld’

Wechselhaft

Posted by Björn on 25th Januar 2011 in Allgemein, Games, Life

Irgendwie hab ich festgestellt, daß ich recht wechselhaft bin.
Gutes Beispiel: Da fang ich wieder mit EVE Online an, spiele es auch so zwei auf drei Wochen, bin total hin und weg und so, aber dann plötzlich hab ich einfach keinen Bock mehr.
Einen ganzen Monat war ich MMO-abstinent (einfach weil ich so gar nicht mochte), nur um dann mit EVE Online anzufangen, obwohl ich ein bestehendes EQ2 Abo habe, und plante voller Tatendrang, was ich alles in EVE in akzeptabler Zeit erreichen könnte.
Und nun…. verpufft. Weg. Futsch. Nixamehra.
Die ganze Energie, das ganze Geld (habe mir sogar EVE Magazine bestellt) über den Jordan gejagt.
Ich hatte meinen (kurzfristigen) Spaß, aber das wars auch schon.

Nun spiel ich wieder EQ2 – wie früher – freue mich schon tierisch auf das nächste Addon von EQ2 (hab mir sogar die Limited Edition vorbestellt) und EVE ist wieder Nebensache geworden.
Ich weiß, wann ich wieder mit EVE anfangen werde: Und zwar wenn das nächste Addon Incarna rauskommt, das Feature „begehbare Stationen“ muss ich doch schließlich ausprobieren :-)

Andere sind auf Facebook & Co, ich nicht.
EQ2, that’s my social game :-)

Erst wenn alle Werbung im Internet verschwindet, die Social Platforms werbefrei sind und die Zeitungen umsonst sind, werdet ihr merken, daß Spaß und Unterhaltung nicht kostenlos ist ;)

Wikileaks

Posted by Björn on 29th November 2010 in Allgemein, Life

Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Es gibt auch rosa, wie die rosarote Brille, die die Politiker immer auf haben, und grün, wie die Farbe hinter den Ohren einiger Politiker, und blau, wie die naiv-blauen Augen einiger Politiker, wie sie die Welt „gestalten“ wollen.
Die USA und Australien ist natürlich eifrig dabei, Wikileaks als Quelle alles Bösen zu titulieren und sie juristisch verfolgen zu lassen, aber hach, auch wenn es Klatsch und Tratsch ist, was da größtenteils veröffentlicht worden ist, da sieht man mal ganz groß die gesamte Inkompetenz der diplomatischen Welt. Niemand ist der große „Saubermann“, wie er sich gerne zeigen will. Das meiste wusste man eh schon vorher aus dem Spiegel, aber es schwarz auf weiß auf Notizen der US-Diplomaten zu haben, entbehrt nicht gerade einer gewissen Ironie.
Der Iran wird von Nordkorea mit Uran beliefert, die meisten Nah-Ost- und Mittlere-Osten-Staaten sind für einen militärischen Schlag gegen den Iran und – was ich persönlich als am schlimmsten erachte, die USA hegt „gute Beziehungen“ zu der menschenverachtender Monarchie Saudi-Arabien, wo die Einwohner quasi NICHTS dürfen. Wenn schon der saudische König Abdullah empfiehlt, in Guantanamo Bay den Häftlingen RFID-Chips zu implantieren, ist das eine Schlagzeile wert. Wie schon arabist schrieb, ist es beschämend, daß überhaupt ein Moslem empfiehlt Moslems zu taggen. Die USA ist nicht besser als Saudi-Arabien, wo die Moralpolizei umgeht und Parties wegen der „westlichen Lebensweise“ sprengt, weil ein Nachbar, der sie verpfiffen hat, nicht eingeladen ist. JA, ich habe einen Arbeitskollegen gehabt, der mir ein wenig aus Saudi-Arabien erzählte, als er dort (auf Einladung natürlich, anders geht es nicht) gearbeitet hat… in Saudi-Arabien ist quasi ALLES verboten, was Spaß macht. Von westlicher Musik bis westliche Filme, es ist Frauen nicht nur verboten, in der Stadt Auto zu fahren, sondern auch, ohne ihren gesetzlich vorgeschriebenen männliche Vormund auszugehen. Das ist bis zur Ehe ihr Vater, danach ihr Mann.
Ich wäre für ein gesamtwirtschaftliches Embargo gegen solche Verbrecherstaaten, und Saudi-Arabien unterstützt sogar laut Wikileaks-Unterlagen die Terrorvereinigung Al-Kaida.

Naja, soweit der Ausflug in die arabische Welt – zurück zur Kritik an Wikileaks.
Was heißt Kritik? Für mich sind diese Personen Helden. Wenn irgendwer die Aktivisten bzw. Julian Assange wegen der Veröffentlichung dieses Materials verurteilt, dann wird dieser Mann zum Märtyrer. Und das ist das schlechteste, was einem Land passieren kann. Einen weltweit bekannten Aktivisten zu verurteilen. Es sind nämlich allesamt Idealisten, die sich für Pressefreiheit und gegen die Staatsmachten stellt. Sie sind der Stoff, aus dem Helden gemacht sind – ewig zur Flucht vor negativem Einflußnahme oder möglichem Tod gezwungen und dabei gleichzeitig Ungerechtigkeiten veröffentlichen. Sei es nun der Politik den Spiegel zu zeigen oder den Mächtigen dieser Welt die Leviten lesen (siehe letzter Coup: Videos vom Irakkrieg). Ich finde ja das „Angebot“ von Russland an Israel, Kampfdrohnentechnik im Werte von einer Milliarde Dollar zu bestellen und dafür im Gegenzug keine Langstreckenraketen an den Iran zu liefern, ziemlich dreist und erpresserisch. Es ist ja schon unglaublich, was alles mit den Dokumenten ans Tageslicht gekommen ist, die USA verbündet mit einem monarchistischem, menschenverachtendem Land, das offenen Krieg gegen den Iran forderte – Russland dealt mit Iran Langstreckenraketen mit Atomsprengköpfen, die bis nach Deutschland reichen (anscheinend ist der Handel mit Israel nicht zustandegekommen) und Nordkorea beliefert Iran mit angereichertem Uran…
Jetzt erpresst zusätzlich Gaddaffi noch die EU, er werde die „europäische Einwanderung“ nicht mehr stoppen, wenn sie nicht finanziell im Kampf gegen den Menschenhandel unterstützt werden; ansonsten würde Europa ’schwarz‘ werden… also von afrikanischen Flüchtlingen überschwemmt werden.
Das wäre dann damit auch das größte Loch für den internationalen Terrorismus und See-Piraterie…

Morgen sollen Dokumente zu Nord- und Südkorea offen gelegt werden – und im Laufe der Woche kommen noch Dokumente von/aus/über Pakistan, Afghanistan, Kanada, Jemen und China.
Das wird spannend… also ich bin ja schon neugierig. ;)

Hach ist das schön, WW3 steht quasi vor der Tür, weil die großen Staaten zu sehr ihr eigenes Süppchen gekocht haben und nun die Rechnung für ihr Fehlverhalten bekommen. Diplomatie hin oder her, aber würde Politik aus Logik und Verstehen gemacht werden, anstatt aus berechneter Kalkür und Lobbyismus, würde die Welt anders aussehen…
Tja, Geld regiert die Welt, und Wikileaks schafft Helden.